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Tagesplan · Malta

Malta in sechs Tagen

Valletta, Mdina, die Three Cities, Gozo und das Meer — sortiert so, dass jeder Tag eine Gegend hat und keine Fahrt doppelt gemacht wird.

6 Tage 22 Programmpunkte Zuletzt geprüft: August 2026

Die Hauptinsel misst gerade einmal 27 Kilometer in der Länge. Das verführt dazu, jeden Tag etwas anderes anzusteuern — und genau daran scheitern viele Malta-Reisen: Die Busse fahren fast alle über Valletta, und wer von Norden nach Süden will, sitzt auch auf kurzer Strecke lange.

Dieser Plan bündelt: eine Gegend pro Tag, die Inselausflüge in der Mitte, das Meer am Ende, wenn man die Kultur schon gesehen hat und liegen bleiben will.

Vorab buchen

Drei Dinge lohnen die Vorplanung: der Tisch bei den beiden Sternehäusern, die Fährzeiten nach Gozo, wenn man abends zurückwill, und ein Blick auf den Wochentag — sonntags ist in Marsaxlokk Fischmarkt, was den Ort gleichzeitig schöner und voller macht.

Tag 1

Valletta

Hauptstadt

Die kleinste Hauptstadt der EU passt in einen Tag — und ist abends, wenn die Kreuzfahrtgäste weg sind, eine andere Stadt.

Vormittags

Upper Barrakka Gardens

Der Blick über den Grand Harbour auf die Three Cities gegenüber. Ein guter erster Ort, weil man von hier aus die Geografie versteht, in der man sich die nächsten Tage bewegt.

30 Minuten

Mittags und um 16 Uhr wird unterhalb der Gärten die Saluting Battery abgefeuert — Kanonenschüsse aus britischer Zeit, heute Tradition.

Vormittags

St John's Co-Cathedral

Von außen eine schlichte Festungskirche, innen von oben bis unten in Gold. Der Boden besteht aus fast 400 Grabplatten der Ordensritter. In einem Nebenraum hängt Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers" — sein größtes Werk und das einzige, das er signiert hat.

Eine StundeTicket nötig.
Es gilt eine Kleiderordnung: Schultern und Knie bedeckt. Absätze sind wegen der Grabplatten nicht erlaubt.
Mittags

Ftira bei Ta' Nenu

Maltesisches Essen, wie es auf der Insel wirklich gegessen wird — Brotfladen aus dem Steinofen, Kaninchen, ohne Menüfolge.

Nachmittags

Durch die Gassen

Valletta ist ein Raster auf einer Halbinsel mit deutlichem Gefälle — die Querstraßen fallen als Treppen zum Wasser ab. Die Republic Street ist die Hauptachse; alles Interessante liegt in den Straßen daneben.

Zwei Stunden

Der Aufzug an den Barrakka Gardens verbindet die Oberstadt mit dem Hafen und spart einen langen Aufstieg.

Abends

Abendessen bei Noni

Ein Tonnengewölbe aus Kalkstein unter der Republic Street, früher eine Bäckerei. Maltesische Gerichte mit französischer Technik.

Nur Dienstag bis Samstag, nur abends, und rechtzeitig reservieren.
Wenn es regnet

Valletta ist der beste Regentag der Insel: Kathedrale, Großmeisterpalast, Kriegsmuseum und die Markthalle Is-Suq tal-Belt liegen alle innerhalb weniger Gehminuten.

Tag 2

Mdina, Rabat und die Klippen

Landesinneres

Die alte Hauptstadt liegt auf einem Hügel in der Inselmitte. Wer abends bleibt, sieht sie ohne Tagesbesucher.

Vormittags

Mdina, die Stille Stadt

Eine Festungsstadt aus dem Mittelalter, in der bis heute Menschen wohnen und in die keine Autos hineindürfen. Die Gassen sind so eng, dass zwei Personen kaum nebeneinander gehen — und genau deshalb ist es dort so still.

Zwei bis drei Stunden

Von der Bastion im Norden sieht man über die halbe Insel bis zum Meer. Der beste Blick ist morgens, bevor die Busgruppen kommen.

Autofrei. Geparkt wird außerhalb der Mauern; die letzten Minuten geht man zu Fuß.
Mittags

Rabat

Direkt vor den Mauern Mdinas liegt Rabat — dieselbe Bausubstanz, aber lebendig statt museal. Unter dem Ort liegen die Katakomben des heiligen Paulus, ein frühchristliches Gräberfeld im Fels.

Zwei StundenFür die Katakomben ist ein Ticket nötig.
Nachmittagspause

Fontanella Tea Garden

Auf der Stadtmauer von Mdina, mit Blick über die halbe Insel. Hausgemachter Kuchen, seit über vierzig Jahren.

Am späten Nachmittag ist die Terrasse am gefragtesten. Wer den Platz an der Mauer will, kommt früher.
Nachmittags

Dingli Cliffs

Der höchste Punkt Maltas: eine Steilküste, die über 200 Meter fast senkrecht ins Meer abfällt. Oben liegen Felder und eine kleine Kapelle, unten ist nichts. Der Weg an der Kante entlang lässt sich beliebig lang gehen.

Ein bis zwei Stunden

Zum Sonnenuntergang steht man hier richtig — die Klippen zeigen nach Westen.

Abends

Abendessen im de Mondion

Zurück nach Mdina, auf die Dachterrasse des Xara Palace oben auf der Bastion. Dann ist die Stadt leer, und der Blick reicht bis zum Meer.

Dienstag bis Samstag, mit engem Zeitfenster für die Ankunft. Reservierung nötig.
Wenn es regnet

Mdina funktioniert bei Regen — die Gassen sind eng und die Häuser hoch. Die Klippen fallen aus; dafür lohnen die Katakomben in Rabat.

Tag 3

Die Three Cities

Grand Harbour

Gegenüber von Valletta, per Fähre in wenigen Minuten — und trotzdem kaum besucht. Der ruhigste Tag dieser Reise.

Vormittags

Mit der Fähre über den Grand Harbour

Von Valletta fährt ein kleines Boot zu den drei Städten am anderen Ufer. Die Überfahrt dauert Minuten, und dabei sieht man die Festungsstadt von der Wasserseite — der Blick, für den die Kreuzfahrtschiffe kommen.

Wenige Minuten Überfahrt

Die Fähre ist billiger und schöner als der Umweg über die Straße — und sie fährt regelmäßig.

Vormittags

Birgu (Vittoriosa)

Die älteste der drei Städte und der Ort, an dem der Malteserorden vor Valletta saß. Enge Gassen, eine Jachtmarina in einem historischen Hafenbecken, und am Ende der Landzunge das Fort St Angelo.

Drei Stunden
Nachmittags

Weiter zu Fuß

Senglea und Cospicua schließen direkt an. Von der Spitze Sengleas blickt man auf Valletta zurück — dieselbe Ansicht wie von den Barrakka Gardens, nur andersherum.

Zwei Stunden
Wenn es regnet

Das Fort St Angelo und das Seefahrtsmuseum in Birgu sind überdacht.

Zurück in Valletta ist die Straßenseite an der Strait Street abends belebt — früher das Vergnügungsviertel der britischen Marine.

Tag 4

Gozo

Nachbarinsel

Grüner, leerer, langsamer. Wer kann, übernachtet — Gozo ist abends eine andere Insel als tagsüber.

Morgens

Fähre ab Ċirkewwa

Vom Nordzipfel Maltas nach Mġarr auf Gozo, rund 25 Minuten Überfahrt. Tagsüber fahren die Schiffe etwa halbstündlich, der Betrieb läuft rund um die Uhr.

Etwa 25 Minuten
Bezahlt wird erst bei der Rückfahrt, in Mġarr auf Gozo. Auf der Hinfahrt fährt man ohne Ticket auf das Schiff — das irritiert regelmäßig und ist so gewollt.
Vormittags

Victoria und die Cittadella

Der Hauptort liegt in der Inselmitte, und über ihm steht eine Festung auf einem Hügel. Von ihrer Mauer sieht man Gozo in seiner ganzen Ausdehnung — die Insel ist klein genug, dass man das wirklich kann.

Zwei bis drei Stunden
Nachmittags

Ramla Bay oder Dwejra

Ramla Bay ist der große rote Sandstrand im Norden. Dwejra an der Westküste ist das Gegenteil: Fels, ein Binnenmeer, das durch einen Tunnel mit dem offenen Meer verbunden ist, und tiefblaues Wasser.

Zwei bis drei Stunden
Das Azure Window bei Dwejra ist 2017 eingestürzt und existiert nicht mehr. Manche Angebote werben noch mit Bildern davon.
Abends

Ta' Frenċ

Ein umgebautes Bauernhaus zwischen Feldern, seit über dreißig Jahren. Der Grund, auf Gozo zu bleiben statt zurückzufahren.

Wer die Fähre zurück erwischen muss, sollte deren Zeit vorher kennen. Abends fahren auf Gozo nur eingeschränkt Busse.
Wenn es regnet

Die Cittadella hat Museen in den Kasematten. Die Küstenpunkte lohnen bei Regen nicht.

Tag 5

Comino und die Blaue Lagune

Meer

Der Tag, für den viele überhaupt nach Malta kommen. Früh hin oder gar nicht.

Früh

Boot zur Blauen Lagune

Zwischen Malta und Gozo liegt Comino, fast unbewohnt, und dazwischen eine flache Meerenge mit Wasser in einem Türkis, das auf Fotos unecht aussieht. Boote fahren ab Ċirkewwa und ab Mġarr auf Gozo.

Halber bis ganzer Tag

Früh am Tag oder in der Nebensaison. Ab dem späten Vormittag ist die Bucht im Sommer sehr voll.

Auf Comino gibt es kaum Schatten und keine Infrastruktur im gewohnten Sinn. Wasser und Sonnenschutz gehören in den Rucksack. Die Insel ist Naturschutzgebiet, und die Besucherlenkung wird zunehmend strenger gehandhabt.
Nachmittags

Zurück an die Nordstrände

Auf dem Rückweg liegen die Sandbuchten im Nordwesten: Golden Bay und, ein Stück weiter, Għajn Tuffieħa — die zweite erreicht man nur über eine lange Treppe, weshalb dort weniger los ist.

Zwei bis drei Stunden
Wenn es regnet

Bei Wind fahren die Boote nach Comino nicht. Deshalb diesen Tag nicht auf den letzten legen — sonst fällt er ersatzlos aus.

Tag 6

Der Süden: Marsaxlokk und die Blaue Grotte

Südküste

Fischerhafen, Steilküste, Grotte. Der Teil Maltas, den die meisten auslassen.

Vormittags

Marsaxlokk

Das Fischerdorf im Südosten, im Hafen dicht an dicht die bunten Luzzu-Boote mit dem aufgemalten Auge am Bug. Sonntags ist Fischmarkt — dann ist der Ort am schönsten und am vollsten zugleich.

Zwei bis drei Stunden
Mittags

Fisch im Tartarun

Familiengeführt, mit dem Fang der Boote, die vor der Tür liegen. Was es gibt, hängt davon ab, was hereinkam.

Reservierung nötig, besonders sonntags.
Nachmittags

Blaue Grotte

An der Südküste bei Wied iż-Żurrieq: ein System von Meereshöhlen, in denen das Licht das Wasser von unten leuchten lässt. Kleine Boote fahren hinein, wenn die See ruhig ist.

Eine bis zwei Stunden

Vormittags steht die Sonne richtig für das Farbspiel in den Höhlen — wer die Grotte als Hauptgrund hat, dreht die Reihenfolge dieses Tages um.

Bei Wellengang fahren die Boote nicht. Der Aussichtspunkt oberhalb ist auch ohne Ausfahrt einen Halt wert.
Wenn es regnet

Bei Regen und Wind fällt die Grottenausfahrt aus. Marsaxlokk und ein langes Mittagessen bleiben.

Praktisches

Was man vorher wissen sollte, damit unterwegs nichts hakt.

Unterwegs

Auf Malta herrscht Linksverkehr — ein Erbe der britischen Zeit, wie die roten Telefonzellen. Die Busse sind günstig und decken die Insel gut ab, fahren aber fast alle über Valletta: Von Nord nach Süd sitzt man deshalb auch auf kurzer Strecke lange. Wer mehrere Ecken der Insel sehen will, ist mit einem Mietwagen schneller.

Parken

Valletta und Mdina sind für Autos praktisch gesperrt. In beiden Fällen parkt man außerhalb und geht die letzten Minuten zu Fuß. In den Küstenorten ist Parken im Sommer knapp.

Fähre nach Gozo

Ċirkewwa im Norden Maltas nach Mġarr auf Gozo, rund 25 Minuten. Tagsüber etwa halbstündlich, der Betrieb läuft rund um die Uhr. Bezahlt wird erst bei der Rückfahrt in Mġarr — auf der Hinfahrt fährt man ohne Ticket auf das Schiff.

Ändert sich häufiger — Stand 29.8.2026.

Kleiderordnung

In Kirchen sind Schultern und Knie bedeckt. In der St John's Co-Cathedral sind zusätzlich Absätze nicht erlaubt — der Boden besteht aus Grabplatten.

Sprache und Geld

Maltesisch und Englisch sind beide Amtssprachen; mit Englisch kommt man überall durch. Gezahlt wird in Euro.

Wann fahren

Mai bis Oktober ist die klassische Saison. Im Hochsommer wird es sehr heiß und die Blaue Lagune sehr voll; Mai, Juni und September sind der bessere Kompromiss.

Was vorab gebucht gehört

Die Tische bei Noni und im de Mondion. Beide Häuser sind klein, öffnen nur an fünf Abenden und sind kurzfristig schwer zu bekommen.

Worauf dieser Plan beruht

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