Valletta, Mdina, die Three Cities, Gozo und das Meer — sortiert so, dass jeder Tag eine Gegend hat und keine Fahrt doppelt gemacht wird.
Die Hauptinsel misst gerade einmal 27 Kilometer in der Länge. Das verführt dazu, jeden Tag etwas anderes anzusteuern — und genau daran scheitern viele Malta-Reisen: Die Busse fahren fast alle über Valletta, und wer von Norden nach Süden will, sitzt auch auf kurzer Strecke lange.
Dieser Plan bündelt: eine Gegend pro Tag, die Inselausflüge in der Mitte, das Meer am Ende, wenn man die Kultur schon gesehen hat und liegen bleiben will.
Drei Dinge lohnen die Vorplanung: der Tisch bei den beiden Sternehäusern, die Fährzeiten nach Gozo, wenn man abends zurückwill, und ein Blick auf den Wochentag — sonntags ist in Marsaxlokk Fischmarkt, was den Ort gleichzeitig schöner und voller macht.
Die kleinste Hauptstadt der EU passt in einen Tag — und ist abends, wenn die Kreuzfahrtgäste weg sind, eine andere Stadt.
Der Blick über den Grand Harbour auf die Three Cities gegenüber. Ein guter erster Ort, weil man von hier aus die Geografie versteht, in der man sich die nächsten Tage bewegt.
Mittags und um 16 Uhr wird unterhalb der Gärten die Saluting Battery abgefeuert — Kanonenschüsse aus britischer Zeit, heute Tradition.
Von außen eine schlichte Festungskirche, innen von oben bis unten in Gold. Der Boden besteht aus fast 400 Grabplatten der Ordensritter. In einem Nebenraum hängt Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers" — sein größtes Werk und das einzige, das er signiert hat.
Maltesisches Essen, wie es auf der Insel wirklich gegessen wird — Brotfladen aus dem Steinofen, Kaninchen, ohne Menüfolge.
Valletta ist ein Raster auf einer Halbinsel mit deutlichem Gefälle — die Querstraßen fallen als Treppen zum Wasser ab. Die Republic Street ist die Hauptachse; alles Interessante liegt in den Straßen daneben.
Der Aufzug an den Barrakka Gardens verbindet die Oberstadt mit dem Hafen und spart einen langen Aufstieg.
Ein Tonnengewölbe aus Kalkstein unter der Republic Street, früher eine Bäckerei. Maltesische Gerichte mit französischer Technik.
Valletta ist der beste Regentag der Insel: Kathedrale, Großmeisterpalast, Kriegsmuseum und die Markthalle Is-Suq tal-Belt liegen alle innerhalb weniger Gehminuten.
Die alte Hauptstadt liegt auf einem Hügel in der Inselmitte. Wer abends bleibt, sieht sie ohne Tagesbesucher.
Eine Festungsstadt aus dem Mittelalter, in der bis heute Menschen wohnen und in die keine Autos hineindürfen. Die Gassen sind so eng, dass zwei Personen kaum nebeneinander gehen — und genau deshalb ist es dort so still.
Von der Bastion im Norden sieht man über die halbe Insel bis zum Meer. Der beste Blick ist morgens, bevor die Busgruppen kommen.
Direkt vor den Mauern Mdinas liegt Rabat — dieselbe Bausubstanz, aber lebendig statt museal. Unter dem Ort liegen die Katakomben des heiligen Paulus, ein frühchristliches Gräberfeld im Fels.
Auf der Stadtmauer von Mdina, mit Blick über die halbe Insel. Hausgemachter Kuchen, seit über vierzig Jahren.
Der höchste Punkt Maltas: eine Steilküste, die über 200 Meter fast senkrecht ins Meer abfällt. Oben liegen Felder und eine kleine Kapelle, unten ist nichts. Der Weg an der Kante entlang lässt sich beliebig lang gehen.
Zum Sonnenuntergang steht man hier richtig — die Klippen zeigen nach Westen.
Zurück nach Mdina, auf die Dachterrasse des Xara Palace oben auf der Bastion. Dann ist die Stadt leer, und der Blick reicht bis zum Meer.
Mdina funktioniert bei Regen — die Gassen sind eng und die Häuser hoch. Die Klippen fallen aus; dafür lohnen die Katakomben in Rabat.
Gegenüber von Valletta, per Fähre in wenigen Minuten — und trotzdem kaum besucht. Der ruhigste Tag dieser Reise.
Von Valletta fährt ein kleines Boot zu den drei Städten am anderen Ufer. Die Überfahrt dauert Minuten, und dabei sieht man die Festungsstadt von der Wasserseite — der Blick, für den die Kreuzfahrtschiffe kommen.
Die Fähre ist billiger und schöner als der Umweg über die Straße — und sie fährt regelmäßig.
Die älteste der drei Städte und der Ort, an dem der Malteserorden vor Valletta saß. Enge Gassen, eine Jachtmarina in einem historischen Hafenbecken, und am Ende der Landzunge das Fort St Angelo.
Senglea und Cospicua schließen direkt an. Von der Spitze Sengleas blickt man auf Valletta zurück — dieselbe Ansicht wie von den Barrakka Gardens, nur andersherum.
Das Fort St Angelo und das Seefahrtsmuseum in Birgu sind überdacht.
Zurück in Valletta ist die Straßenseite an der Strait Street abends belebt — früher das Vergnügungsviertel der britischen Marine.
Grüner, leerer, langsamer. Wer kann, übernachtet — Gozo ist abends eine andere Insel als tagsüber.
Vom Nordzipfel Maltas nach Mġarr auf Gozo, rund 25 Minuten Überfahrt. Tagsüber fahren die Schiffe etwa halbstündlich, der Betrieb läuft rund um die Uhr.
Der Hauptort liegt in der Inselmitte, und über ihm steht eine Festung auf einem Hügel. Von ihrer Mauer sieht man Gozo in seiner ganzen Ausdehnung — die Insel ist klein genug, dass man das wirklich kann.
Ramla Bay ist der große rote Sandstrand im Norden. Dwejra an der Westküste ist das Gegenteil: Fels, ein Binnenmeer, das durch einen Tunnel mit dem offenen Meer verbunden ist, und tiefblaues Wasser.
Ein umgebautes Bauernhaus zwischen Feldern, seit über dreißig Jahren. Der Grund, auf Gozo zu bleiben statt zurückzufahren.
Die Cittadella hat Museen in den Kasematten. Die Küstenpunkte lohnen bei Regen nicht.
Der Tag, für den viele überhaupt nach Malta kommen. Früh hin oder gar nicht.
Zwischen Malta und Gozo liegt Comino, fast unbewohnt, und dazwischen eine flache Meerenge mit Wasser in einem Türkis, das auf Fotos unecht aussieht. Boote fahren ab Ċirkewwa und ab Mġarr auf Gozo.
Früh am Tag oder in der Nebensaison. Ab dem späten Vormittag ist die Bucht im Sommer sehr voll.
Auf dem Rückweg liegen die Sandbuchten im Nordwesten: Golden Bay und, ein Stück weiter, Għajn Tuffieħa — die zweite erreicht man nur über eine lange Treppe, weshalb dort weniger los ist.
Bei Wind fahren die Boote nach Comino nicht. Deshalb diesen Tag nicht auf den letzten legen — sonst fällt er ersatzlos aus.
Fischerhafen, Steilküste, Grotte. Der Teil Maltas, den die meisten auslassen.
Das Fischerdorf im Südosten, im Hafen dicht an dicht die bunten Luzzu-Boote mit dem aufgemalten Auge am Bug. Sonntags ist Fischmarkt — dann ist der Ort am schönsten und am vollsten zugleich.
Familiengeführt, mit dem Fang der Boote, die vor der Tür liegen. Was es gibt, hängt davon ab, was hereinkam.
An der Südküste bei Wied iż-Żurrieq: ein System von Meereshöhlen, in denen das Licht das Wasser von unten leuchten lässt. Kleine Boote fahren hinein, wenn die See ruhig ist.
Vormittags steht die Sonne richtig für das Farbspiel in den Höhlen — wer die Grotte als Hauptgrund hat, dreht die Reihenfolge dieses Tages um.
Bei Regen und Wind fällt die Grottenausfahrt aus. Marsaxlokk und ein langes Mittagessen bleiben.
Was man vorher wissen sollte, damit unterwegs nichts hakt.
Auf Malta herrscht Linksverkehr — ein Erbe der britischen Zeit, wie die roten Telefonzellen. Die Busse sind günstig und decken die Insel gut ab, fahren aber fast alle über Valletta: Von Nord nach Süd sitzt man deshalb auch auf kurzer Strecke lange. Wer mehrere Ecken der Insel sehen will, ist mit einem Mietwagen schneller.
Valletta und Mdina sind für Autos praktisch gesperrt. In beiden Fällen parkt man außerhalb und geht die letzten Minuten zu Fuß. In den Küstenorten ist Parken im Sommer knapp.
Ċirkewwa im Norden Maltas nach Mġarr auf Gozo, rund 25 Minuten. Tagsüber etwa halbstündlich, der Betrieb läuft rund um die Uhr. Bezahlt wird erst bei der Rückfahrt in Mġarr — auf der Hinfahrt fährt man ohne Ticket auf das Schiff.
In Kirchen sind Schultern und Knie bedeckt. In der St John's Co-Cathedral sind zusätzlich Absätze nicht erlaubt — der Boden besteht aus Grabplatten.
Maltesisch und Englisch sind beide Amtssprachen; mit Englisch kommt man überall durch. Gezahlt wird in Euro.
Mai bis Oktober ist die klassische Saison. Im Hochsommer wird es sehr heiß und die Blaue Lagune sehr voll; Mai, Juni und September sind der bessere Kompromiss.
Die Tische bei Noni und im de Mondion. Beide Häuser sind klein, öffnen nur an fünf Abenden und sind kurzfristig schwer zu bekommen.