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Tagesplan · Fuerteventura

Fuerteventura in einer Woche

Sieben Tage mit Strand, Insel und drei Ausflügen, die sich wirklich lohnen — ohne dass der Urlaub zur Rundreise wird.

★ Mit eigener Reiseerfahrung 7 Tage 15 Programmpunkte Zuletzt geprüft: August 2026

Der häufigste Fehler auf Fuerteventura ist, die Insel wie ein Sightseeing-Ziel zu behandeln. Sie ist gut hundert Kilometer lang, und wer jeden Tag etwas anderes ansteuert, verbringt die Woche im Mietwagen. Die Insel gibt aber genau das Gegenteil her: lange Strandtage, dazwischen drei, vier Ausflüge, die den Unterschied machen.

Dieser Plan geht von einer Unterkunft im Süden aus, an der Jandía Playa oder in Morro Jable — dort liegt der lange Strand, und dort wohnen die meisten. Wer im Norden bei Corralejo wohnt, dreht die Reihenfolge einfach um.

Vorab buchen

Zwei Dinge vorab: den Mietwagen für die Tage buchen, an denen man ihn wirklich braucht — nicht für die ganze Woche —, und die Genehmigung für die Isla de Lobos rechtzeitig online beantragen. Ohne sie kommt man nicht auf die Insel.

Tag 1

Ankommen und die Bucht kennenlernen

Jandía

Am ersten Tag nichts planen. Der Strand ist der Grund, warum man hier ist.

Nachmittags

Playa de Jandía

Kilometerlanger heller Sand, flach abfallend, mit Liegen und Schulen dahinter. Der Wind kommt verlässlich — deshalb sieht man hier mehr Windschutz als anderswo und mehr Segel auf dem Wasser.

So lange man mag

Ein Windschutz oder eine Bucht macht den Unterschied zwischen einem langen und einem kurzen Strandtag. Der Passat weht fast immer.

Abends

Erster Abend in Morro Jable

Ein paar Minuten weiter liegt der Ort mit Hafen und Promenade. Meeresfrüchte, ohne dass man weit fahren muss.

Wenn es regnet

Regen ist auf Fuerteventura die Ausnahme, aber Wind ist es nicht. Wenn es zu stark bläst, hilft die Ostküste — sie liegt im Windschatten.

Tag 2

Cofete: der Tag hinter den Bergen

Jandía-Massiv

Der eine Tag, an dem Fuerteventura aussieht wie vor fünfzig Jahren.

Morgens

Über die Piste nach Cofete

Eine Schotterpiste mit Serpentinen über den Kamm des Jandía-Massivs, ab Morro Jable. Dahinter liegt ein kilometerlanger Strand ohne ein einziges Gebäude.

Halber Tag mit RückfahrtKein Ticket — aber ein Blick in den Mietwagenvertrag.

Früh losfahren: Die Piste ist dann leerer, und das Licht über der Bucht ist besser. Ausgeschildert sind 30 km/h, vor Kurven bergab 20.

Ein behördliches Verbot gibt es nicht, aber viele Mietverträge untersagen unasphaltierte Strecken. Die Haftpflicht bleibt, die Kaskoversicherung kann bei vertragswidriger Nutzung entfallen. Wer nicht selbst fahren will, kommt mit organisierten Touren im Geländewagen hin.
Mittags

Faro de Jandía an der Südspitze

Auf derselben Runde liegt der Leuchtturm am südlichen Ende der Insel, über den Fischerort Puerto de la Cruz erreichbar. Dort gibt es Lokale — auf der ganzen Strecke die einzige verlässliche Einkehr.

Ein bis zwei Stunden
Wenn es regnet

Bei Regen fällt die Piste aus — sie wird rutschig, und der Reiz von Cofete ist der weite Blick. Dann besser tauschen mit dem Inseltag.

Nach dem Staub der Piste ist ein Abend im Hotel keine schlechte Idee.

Tag 3

Strandtag

Jandía

Kein Programm. Genau dafür ist man hier.

Ganztags

Wassersport an der Jandía-Küste

Der Passat weht verlässlich — deshalb ist Fuerteventura seit Jahrzehnten eine der ersten Adressen für Surfen, Windsurfen und Kiten in Europa. Schulen und Verleih gibt es an der gesamten Playa, für Anfänger wie für Fortgeschrittene.

Vom Zwei-Stunden-Schnupperkurs bis zum ganzen Tag

Der Atlantik ist kühler als das Mittelmeer. Ein Neoprenanzug gehört fast immer dazu, auch im Sommer.

Wenn es regnet

Wind ist hier kein Störfall, sondern das Angebot.

Tag 4

Die Westküste und die Höhlen von Ajuy

Westküste

Die andere Seite der Insel: schwarzes Gestein, Brandung, kaum Hotels.

Vormittags

Über das Landesinnere nach Ajuy

Die Fahrt quer über die Insel führt durch Ebenen aus Stein und Ziegenweide. Im Landesinneren ist es deutlich wärmer als an der Küste, weil der Wind fehlt.

Etwa eine Stunde Fahrt
Mittags

Cuevas de Ajuy

Terrasse direkt über dem Atlantik, frischer Fisch, lokale Produkte. Der Ort macht den Unterschied: Hier schlägt die Brandung gegen schwarzes Gestein, während man isst.

Die Westküste ist windiger und kühler als der Süden. Eine Jacke gehört dazu, auch im Sommer.
Nachmittags

Die Höhlen

Vom Ort führt ein ausgeschilderter Küstenweg zu ausgewaschenen Meereshöhlen im ältesten Gestein der Kanaren. Eine gute Viertelstunde zu Fuß, über Treppen und Fels.

Eine Stunde mit Rückweg

Feste Schuhe. Der Weg ist kurz, aber uneben.

Wenn es regnet

Bei Regen ist der Küstenweg rutschig. Das Restaurant und die Fahrt bleiben; die Höhlen verschiebt man.

Tag 5

Strandtag oder Ostküste

Frei

Ein Tag zur freien Verfügung — Strand, oder die ruhigere Ostküste.

Wahlweise

Strand bleiben

Costa Calma liegt zwischen Norden und Süden, ist ruhiger als Jandía und flach ins Wasser. Für Familien mit kleineren Kindern die entspanntere Wahl.

Oder

Fisch essen, wo er anlandet

Gran Tarajal liegt ungefähr auf halber Strecke an der Ostküste. Das Lokal der Fischereigenossenschaft am Hafen serviert, was der Kutter gegenüber gebracht hat — man wählt vom Tablett.

Wenn es regnet

Die Ostküste liegt im Windschatten — der beste Plan an einem windigen Tag.

Tag 6

Isla de Lobos

Norden

Ein Tag ohne Autos, ohne Hotels, ohne Strandbars.

Morgens

Fahrt nach Corralejo

Von Jandía in den Norden ist es die ganze Länge der Insel — gut hundert Kilometer auf asphaltierten Hauptstraßen. Unterwegs liegen die Dünen von Corralejo, ein Naturpark, der sich bis an die Straße zieht.

Etwa anderthalb Stunden Fahrt

Zwischen den Orten liegen längere Strecken ohne Versorgung. Voll tanken, Wasser mitnehmen.

Mittags

Fähre auf die Isla de Lobos

Rund 15 bis 20 Minuten Überfahrt ab Corralejo. Auf der Insel: ein Vulkankegel, eine flache Lagune, ein paar Wege — und sonst nichts.

Halber bis ganzer Tag, je nach gebuchter FährzeitGenehmigung vorab online beantragen. Ohne sie kein Zutritt, und die Besucherzahl pro Tag ist begrenzt.
Kaum Schatten, kein Supermarkt. Wasser und Verpflegung gehören in den Rucksack. Das kleine Restaurant in der Fischersiedlung bedient nur mit Reservierung.
Abends

Zurück im Norden essen

Bevor es die Insel wieder hinunter geht: kanarische Küche mit Meerblick, der Fisch des Tages wird am Tisch gezeigt.

Wenn es regnet

Bei starkem Wind fahren die Fähren nicht. Deshalb diesen Tag nicht auf den letzten legen — dann bleibt ein Ersatztag.

Tag 7

Letzter Tag

Jandía

Nichts mehr anfangen, was man nicht zu Ende bringen kann.

Vormittags

Noch einmal an den Strand

Die Bucht sieht am letzten Tag anders aus als am ersten — man weiß inzwischen, wo der Wind herkommt und wo man liegen will.

Mittags

Kanarisch essen

Wer noch einmal richtig kanarisch essen will statt international: Las Playitas an der Ostküste liegt auf dem Weg zum Flughafen, wenn man ohnehin nach Norden muss.

Nur sinnvoll, wenn der Flug am Nachmittag oder Abend geht. Sonst lieber im Süden bleiben.

Praktisches

Was man vorher wissen sollte, damit unterwegs nichts hakt.

Mietwagen

Für Cofete, Ajuy und den Weg nach Corralejo braucht man ein Auto; für die Strandtage nicht. Wer nur an den Tagen mietet, an denen er fährt, spart und muss sich nicht um Parkplätze am Hotel kümmern. Wichtig ist der Blick in den Vertrag: Viele Anbieter untersagen unasphaltierte Strecken, und die Piste nach Cofete ist genau das.

Wind

Der Passat weht fast immer. Für Surfer ist das der Grund herzukommen, für Strandlieger der Grund, einen Windschutz aufzustellen. Die Ostküste liegt im Windschatten — an sehr windigen Tagen die bessere Wahl.

Wasser und Schatten

Auf Cofete, auf der Isla de Lobos und an den Naturstränden gibt es weder Kiosk noch Schatten. Was man braucht, nimmt man mit.

Baden

Nicht jeder Strand ist ein Badestrand. An der Westküste und in Cofete ist die Strömung meist zu stark — dort fährt man wegen der Landschaft hin, nicht wegen des Wassers.

Isla de Lobos

Die Genehmigung wird vorab online beantragt, die Besucherzahl ist begrenzt. In der Hochsaison sind die Zeitfenster früh vergeben — nicht erst am Vortag kümmern.

Ändert sich häufiger — Stand 29.8.2026.

Worauf dieser Plan beruht

Wir haben an der Jandía Playa gewohnt, im Aldiana Club Fuerteventura auf dem Felsplateau darüber — Redaktionswertung 5,5 / 6. Die Ausflugs- und Restaurantangaben sind redaktionell recherchiert und belegt.

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