Entlang des berühmten Wild Atlantic Way – von Kinsale über Dursey Island und Killarney bis zu den Cliffs of Moher. Eine Küstenroute voller grüner Hügel, rauer Klippen und herzlicher Begegnungen.
Gemeinsam mit meinem Kameramann Gustav habe ich im Juli 2025 einen Roadtrip durch Irland gemacht – entlang der spektakulären Atlantikküste. Was uns erwartete: bunte Hafenstädtchen, jahrhundertealte Festungen, eine Seilbahn über das offene Meer, Wale und Delfine, und diese ganz besondere irische Gastfreundschaft, die man so schnell nicht vergisst.

Reisen ist für mich mehr als Urlaub – es ist die Suche nach echten Momenten. Irland stand schon lange auf meiner Liste, und der Wild Atlantic Way ist genau die Art Route, die ich liebe: kein starrer Plan, sondern offene Straßen, spontane Stopps und Landschaften, die einen den Atem anhalten lassen.
Hier nehme ich dich mit auf unsere Reise – Etappe für Etappe, von der Südküste bis hinauf zu den Cliffs of Moher.

Kaum hatten wir irischen Boden betreten, wartete der Mietwagen schon direkt am Flughafen. Damit begann unser Roadtrip entlang des Wild Atlantic Way. Ich war voller Vorfreude und gespannt, was uns die nächsten Tage bringen würden – immer der Küste entlang, immer dem Atlantik nach.

Unser erster Stopp: Kinsale, ein malerisches Fischerdorf an der Südküste. Kleine bunte Häuser, gemütliche Pubs und der Duft von frischem Fisch in der Luft. Wir übernachteten im charmanten Old Bank House – mit Blick auf den Hafen und einem Frühstück, das ein Gedicht war.
Am Abend ging es ins The Spaniard, ein rustikales Pub-Restaurant. Natürlich erst ein klassisches Guinness, dazu Fish and Chips – und später Live-Musik. Ein perfekter erster Abend in Irland.
„Mittendrin im irischen Leben – schon am ersten Abend."
Kinsale · County Cork
Nur zehn Minuten von Kinsale thront die sternförmige Festung Charles Fort aus dem 17. Jahrhundert direkt an der Küste. Dicke Steinmauern, alte Kanonen – hier steckt Geschichte in jedem Stein.
Unser Guide Brandon führte uns mit viel Wissen durch die Anlage – von Belagerungen bis zur Legende der „White Lady". Besonders berührend: Sein Großvater war hier einst selbst stationiert. In dem Moment wurde Geschichte plötzlich greifbar.

Nach rund 90 Minuten auf kurvigen Straßen, vorbei an grünen Wiesen, Steinmauern und grasenden Schafen, erreichten wir Baltimore – ein verschlafenes, wunderschönes Küstendorf in West Cork. Hier ticken die Uhren langsamer.
Wir checkten im Casey's of Baltimore ein, mit Blick auf den Atlantik. Der weiße Leuchtturm am Hafen, der Baltimore Beacon, ist das Wahrzeichen der Gegend – der Blick über die Klippen und das offene Meer war einfach beeindruckend.

Dursey Island · Beara-Halbinsel

Dursey Island erreicht man nicht per Brücke, sondern mit einer Seilbahn – der einzigen Personen-Seilbahn Irlands und der einzigen in ganz Europa, die über offenes Meer führt. Bei dem starken Wind war uns schon ein bisschen mulmig. Kurz vor der Überfahrt wurden in der Bucht sogar Delfine gesichtet.
Auf der Insel: völlige Ruhe. Keine Autos, keine Cafés. Nur Häuser, Schafe, steinige Wege und ein unfassbar weiter Horizont. Ein Ort zum Loslassen.
„Die irische Landschaft sah aus wie im Traum."
Wild Atlantic Way · County Cork
Am Rande des Ring of Kerry liegt Kenmare – ein charmantes Städtchen mit farbenfrohen Häuserfassaden. Wir übernachteten im Brook Lane Hotel, einem modernen Boutique-Hotel mit liebevollen Details: hausgemachte Kekse und eine handgeschriebene Begrüßung auf dem Bett.
Zum Abendessen ging es ins Vies Restaurant nebenan – herzliche, echte irische Gastfreundschaft und eine kreative Mischung aus irischer Küche mit modernem Twist. Am Morgen schlenderten wir durch die kleinen Boutiquen, Galerien und Cafés.

Irlands ältester Nationalpark ist ein echtes Naturjuwel im County Kerry. Unser Ziel: der berühmte Torc-Wasserfall. Der Weg dorthin führte durch dichte, moosige Wälder, vorbei an stillen Seen – die Natur sah aus wie im Märchen.
Das Wasser stürzt hier rund 20 Meter in die Tiefe. Wer die steilen Treppen weiter nach oben steigt, wird mit herrlichen Ausblicken belohnt.

Auf dem Weg nach Dingle hielten wir an einem weißen Sandstrand – ja, in Irland! Bei 21 Grad und Sonne fühlte es sich fast an wie auf den Kanaren. Vom Dingle Skellig Hotel aus fuhren wir den Slea Head Drive – und plötzlich waren sie da: Wale und Delfine, weit draußen, aber unvergesslich.
Abends lockte das lebendige Nachtleben in Dingle: Live-Musik in den Pubs, herzliche Menschen, gutes Essen. Ich hätte noch Tage bleiben können.

In der kleinen Tig Bhríc begrüßte uns Besitzerin Adrienne herzlich und ließ uns verschiedene Biere probieren – sogar ein Whisky-Bier. Eine Brauerei mit viel Herz und Charme.

Besitzerin Adrienne nahm sich Zeit, führte uns durch ihre kleine Brauerei und ließ uns durch die ganze Bandbreite probieren – herzlicher geht Gastfreundschaft kaum.

Drinnen knisterte das Feuer im offenen Kamin – Steinwände, Holzdecke und diese unverwechselbar warme Pub-Atmosphäre.

Zwischen den Etappen entdeckten wir zufällig einen kleinen Bauernhof. Die neugierigen Lämmer mussten wir natürlich sofort begrüßen – einer dieser spontanen, ungeplanten Momente, die eine Reise besonders machen.

Was wäre Irland ohne seine Musik? In den Pubs trafen wir auf echte Trad-Sessions – Fiddle, Flöte und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Genau diese Momente machen eine Reise unvergesslich.
„Bis zu 214 Meter hoch – und am eindrucksvollsten vom Wasser aus."
Cliffs of Moher · County Clare
Statt die Klippen wie die meisten Besucher von oben zu sehen, wählten wir eine besondere Perspektive: vom Hafen in Doolin aus mit dem Boot. Der Anblick der bis zu 214 Meter steil abfallenden Felsen war schlichtweg überwältigend.
Und als wäre das nicht genug, tauchten plötzlich Delfine neben unserem Boot auf und begleiteten uns ein Stück. Ein magischer Moment, den wir nie vergessen werden.
Alle Etappen in bewegten Bildern – nimm dir einen Moment und komm mit an den Wild Atlantic Way.

Zum Schluss zeigte uns ein Guide seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz an den Cliffs of Moher – ein stiller Ort mit Blick aufs weite Meer. Wind im Gesicht, das Rauschen der Wellen unter mir: Erst da wurde mir bewusst, wie viel wir in diesen Tagen erlebt hatten.
Irland war ein unvergessliches Abenteuer – atemberaubende Natur, herzliche Begegnungen und diese besondere Stimmung. Ich nehme nicht nur Bilder mit nach Hause, sondern ein Gefühl von Freiheit und Ruhe. Ich bin sicher: Es war nicht das letzte Mal.
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Bunter Hafenort und Gourmet-Hauptstadt im Süden.
Sternförmige Festung des 17. Jahrhunderts über der Bucht.
Seen, Wälder und Berge – Irlands ältester Nationalpark.
Spektakuläre Küstenstraße auf der Dingle-Halbinsel.
Einsame Insel, erreichbar per Irlands einziger Seilbahn.
Bis zu 214 m hohe Steilklippen am Wild Atlantic Way.
Hinweis: Öffnet die offizielle Google-Maps-Suche zum jeweiligen Ort. Verifizierte Place-IDs werden ergänzt, sobald bestätigt.
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