Der vierte Tag ist der, an dem Rom aufhört, eine Liste zu sein.
Die ersten drei Tage entsprechen dem Drei-Tage-Plan. Der vierte bleibt am Südufer: vormittags Trastevere, wenn es dort noch ruhig ist, mittags auf den Gianicolo, nachmittags nach Testaccio — und abends zurück nach Trastevere, wenn das Viertel sein zweites Gesicht zeigt.
Kolosseum und Forum, das historische Zentrum, der Vatikan.
Siehe die Regenhinweise in den kürzeren Plänen.
Ein Tag ohne einziges Zeitfenster. Nichts davon muss gebucht werden, und fast nichts kostet Eintritt.
Vormittags gehört das Viertel noch sich selbst: Wäscheleinen, Handwerker, leere Gassen. Santa Maria in Trastevere mit den Goldmosaiken an der Fassade ist kostenlos.
Der Anstieg dauert zwanzig Minuten und lohnt jeden davon: Von der Terrasse am Garibaldi-Denkmal sieht man ganz Rom, und zwar kostenlos und ohne Reservierung. Mittags um zwölf wird dort eine Kanone abgefeuert.
Über die Ponte Sublicio ins Viertel, in dem die römische Küche entstanden ist. In der Markthalle isst man mittags im Stehen und günstig.
Hinauf auf den Aventin: Der Orangengarten hat einen freien Blick über die Stadt, und am Tor der Malteserritter nebenan schaut man durch ein Schlüsselloch direkt auf die Kuppel des Petersdoms. Beides kostenlos.
Abends dreht das Viertel auf. Wer bei Da Enzo essen will, sollte vor der Öffnung dort sein — reserviert wird dort grundsätzlich nicht.
Der Tag lebt von Aussicht und Gassen und ist der wetterabhängigste der vier. Bei Dauerregen tauschen: Galleria Borghese am Vormittag (Zeitfenster nötig) und nachmittags die Kapitolinischen Museen.
Was man vorher wissen sollte, damit unterwegs nichts hakt.
Gianicolo, Aventin, Orangengarten, Santa Maria in Trastevere und der Blick durchs Schlüsselloch kosten nichts und brauchen keine Reservierung. Nach drei durchgetakteten Tagen ist das der eigentliche Erholungstag.
Die Markthalle lebt vom Wochentagsbetrieb. Fällt der vierte Tag auf einen Sonntag, dreht man ihn mit einem der anderen Tage.
Wer lieber Kunst als Aussicht will, ersetzt den Vormittag durch die Galleria Borghese. Dort ist die Reservierung Pflicht, der Besuch dauert genau zwei Stunden, und pro Zeitfenster werden 180 Personen eingelassen.