Das lange Wochenende, das sich lohnt — zwei Tage, zwei Linien, kein Hetzen.
Zwei Tage, zwei Linien: Am ersten Tag die Seine-Achse von der Île de la Cité nach Saint-Germain, am zweiten von den Tuilerien nach Montmartre. Beide Tage laufen fast vollständig zu Fuß — die Metro braucht man nur einmal.
Eine Linie von der Insel nach Westen, immer am Wasser entlang. Kein Weg über zwanzig Minuten.
Ein Croissant und ein Café am Tresen, im Stehen. So frühstückt Paris, und es kostet ein Drittel dessen, was der Sitzplatz kostet.
Die Kathedrale ist seit Dezember 2024 wieder geöffnet. Der Andrang ist hoch — ohne Zeitfenster über die offizielle Seite steht man lange.
Zwei Minuten weiter, und für viele der stärkere Eindruck: fünfzehn Meter hohe Glasfenster aus dem 13. Jahrhundert. Bei Sonne am eindrucksvollsten.
Über die Brücke ins fünfte Arrondissement. Die Rue Mouffetard und die Straßen um die Sorbonne sind voll kleiner Lokale.
Der Park, in dem Paris sich hinsetzt. Stühle stehen frei herum, man nimmt sich einen und stellt ihn dorthin, wo man will.
Buchläden, Galerien, die alten Cafés. Von hier sind es zehn Minuten zu Fuß zurück an die Seine.
Nach dem Essen über eine der Brücken laufen. Ab Einbruch der Dunkelheit blinkt der Eiffelturm zur vollen Stunde fünf Minuten lang.
Bei Regen mehr Zeit in Sainte-Chapelle und Notre-Dame, danach ins Musée de Cluny — Mittelalter, überschaubar, zehn Gehminuten entfernt.
Vormittags ein Museum, nachmittags eine Achse durch die Mitte, abends der Hügel. Die einzige Metrofahrt des Wochenendes.
Reservierung mit Zeitfenster. Dienstags geschlossen. Wer um neun drin ist, hat zwei ruhige Stunden, bevor es voll wird.
Direkt vor dem Museum. Ein Sandweg, Bassins, Stühle — die richtige Pause nach zwei Stunden Parkett.
Fußgängerstraße mit Markt, Cafés und der ältesten Patisserie der Stadt. Fünfzehn Minuten zu Fuß von den Tuilerien.
Der Innenhof mit den gestreiften Säulen und danach die überdachten Galerien aus dem 19. Jahrhundert — Passage Vivienne, Galerie Colbert.
Die einzige längere Fahrt. Oben angekommen, läuft man wieder.
Auf den Stufen vor der Basilika sitzen alle, und zu Recht: Von hier sieht man die Stadt flach werden. Danach die Gassen hinter der Kirche, weg vom Place du Tertre.
Der Louvre füllt bei Regen einen halben Tag. Alternative für den Nachmittag: die überdachten Passagen — sie sind genau dafür gebaut.
Was man vorher wissen sollte, damit unterwegs nichts hakt.
Louvre mit Zeitfenster; Notre-Dame mit kostenlosem Zeitfenster über die offizielle Seite. Beides ist an Wochenenden regelmäßig ausgebucht.
Wer Dienstag in Paris ist, dreht den Plan um und nimmt stattdessen das Musée d’Orsay — das ist montags geschlossen.